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Integrative Lerntherapie

für Kinder mit Teilleistungsstörungen (Lese-Rechtschreibschwäche/Legasthenie und Rechenschwäche/ Dyskalkulie) als ambulante Eingliederungshilfe gemäß §35a des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG)

Wer kann zu uns kommen?

Zu uns können Kinder und Jugendliche kommen, deren psychosoziale Entwicklung und Eingliederung infolge einer Lese- und Rechtschreibstörung, einer isolierten Rechtschreibstörung oder einer Rechenstörung gefährdet ist.

Diese Kinder und Jugendlichen haben die Erfahrung gemacht, mit ihren Fähigkeiten und Bemühungen beim Erlernen von Lesen, Schreiben oder Rechnen zu scheitern. Die Erfahrung fortdauernden Misserfolgs in einem dieser zentralen Bereiche kann zu erheblichen negativen Auswirkungen im Bereich der Lern- und Leistungsmotivation als auch im Selbstwertgefühl führen. Das soziale Integrationsrisiko wird mithin erhöht durch Lern-, Motivations- und Leistungsstörungen bis hin zu Lern- und Schulverweigerung sowie durch Angst und negative Selbsteinschätzung geprägte psychische, psychosomatische und soziale Symptome.

Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Integrativen Lerntherapie im Kinderzentrum Porz ergeben sich aus den Bestimmungen des §35a SGBVIII (=KJHG), Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche, die von einer seelischen Behinderung bedroht sind.

Zur Klärung der Hilfevoraussetzungen wenden Sie sich als Eltern bitte an das Amt für Kinder, Jugend und Familie (Jugendamt) der Stadt Köln am Ottmar-Pohl-Platz 1.

Wenn Sie Interesse daran haben, dass Ihr Kind Integrative Lerntherapie im Kinderzentrum Porz erhält, wenden Sie sich bitte an Susanne Köller (02203 / 932 555 oder: s.koeller@kizporz.com) oder an Daniela Schmidt (02203 / 932 555 oder: d.schmidt@kizporz.com).

Was ist Integrative Lerntherapie?

Umfang, Ziele und Schwerpunkte der Lerntherapie werden auf den Einzelfall bezogen jeweils in Abhängigkeit von der Schwere der Teilleistungsstörung, der Ausprägung der emotionalen und sozialen Symptome, dem allgemeinen Entwicklungsstand des Kindes/des Jugendlichen und den Veränderungsnotwendigkeiten innerhalb seiner sozialen Systeme formuliert.
Die einzelnen Maßnahmen richten sich auf:

  • Die Verbesserung der Lese- und Rechtschreibleistung, bzw. der Rechenleistung durch eine gezielte Förderung, die individuell an dem Leistungsstand des Kindes ansetzt und seiner Leistungsfähigkeit angepasst wird. Der Lernrückstand soll so weit wie möglich aufgeholt werden.
  • Die Verbesserung von Voraussetzungen zum allgemeinen Lernen, zum Erwerb der Schriftsprache und zum mathematischen Verständnis durch ein Training basaler Funktionen, wie z.B. auditives Wahrnehmungstraining, visuelles Wahrnehmungstraining, Übungen zur Feinmotorik und der motorischen Koordination, Konzentrationstraining.
  • Die Verbesserung der Lernmotivation und Überwindung des negativen Selbstbildes durch Vermittlung von Erfolgserlebnissen. Die jeweiligen Übungen werden in kleinste Schritte unterteilt, Lernziele realistisch gesetzt und Lernfortschritte gelobt und besprochen.
  • Die Verbesserung des selbstständigen und planvollen Arbeitens durch Vermittlung und Einüben von Lernstrategien und Arbeitstechniken. Die Kinder und Jugendlichen werden regelmäßig zum selbstständigen Arbeiten angeleitet und aufgefordert, kleinste (Fort)Schritte erhalten sofortige Anerkennung.
  • Die Verbesserung der psychischen Befindlichkeit durch Stress reduzierende Interventionen, Maßnahmen und Aufgaben für das Kind/ den Jugendlichen.
  • Die Verbesserung seines Selbstwertgefühles durch psychoedukative Maßnahmen, ressourcenorientierten Interventionen und stabilisierenden Maßnahmen.
  • Die Verbesserung der häuslichen Entwicklungs- und Lernbedingungen durch Information der Eltern über die Teilleistungsstörung ihres Kindes und deren Auswirkungen sowie der Vermittlung realistischer Erwartungen an die Leistungen des Kindes und den Erfolg der Behandlung. Die Fähigkeiten der Eltern im Umgang mit den begleitenden emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen ihres Kindes werden herausgearbeitet und gestärkt. Sie erhalten ggf. spezifische Übungen und eine Anleitung für das Üben zuhause sowie Hinweise zur Gestaltung der Hausaufgaben- und Lernsituation.
  • Die Verbesserung der schulischen Entwicklungs- und Lernbedingungen durch regelmäßigen Kontakt und Austausch zwischen Therapeutin und Lehrer im Hinblick auf die Förderung des Kindes und einer seiner allgemeinen Begabung entsprechenden Beschulung.